Blaufotograph und Seechelle,Bali 2007 - Pemuteran

9.Tag, 20.05.2007 - Heute fahren wir weiter von Candi Dasa nach Pemuteran, im Norden von Bali

Unsere Fahrt von Candi Dasa über Ubud, Danau Bratan-Danau Buyan, Danau Tamblingan, Munduk, Pegastulan bis nach Pemuteran ins "Taman Sari"

Unsere heutige Tour führte uns von Candidasa in den Nord-Westen von Bali. Wir fuhren durch Ubud - alles erschien uns dort sehr sauber und es gab jede Menge Geschäfte rund um den Markt.

Je näher wir den Danau Bratan (Danau Bratan ist der Bratansee) kamen, desto merklich kühler wurde es. Hier sahen wir Kohlfelder, überall wurden Erdbeeren angeboten. Ein "verrückter" Mann am Rande eines Obststandes hatte eine Schlange in einer Holzbox, einen Leguan, sowie eine Fledermaus (ich glaub es war ein sog. Fruitbat) an einer Stange hängend.

Der Eintritt zum Danau Bratan mit seinem Tempel Pura Ulun Danau Bratan kostete pro Person 10.000 IDR. Komischerweise brauchte man hier keinen Sarong. Durch die Anlage wurden ganze Schaaren von Touristen geschleust, ein Paar machte am See Hochzeitsbilder. Am See selbst konnte man sich verschiedene Arten von Booten ausleihen. Nahe dem Bratansee gibt es 2 benachbarte Seen, der Tamblingan und der Buyansee. Sie sind allemal einen Fotostopp wert. Wunderschön waren auch die Reisterrassen um Munduk. Dort war es sehr neblig, so das wir sogar Licht am Auto anmachen mussten. Auf unserer Fahrt weiter Richtung Westen und Pemuteran, wurde die Landschaft immer kärger, hier gab es keine Reisterrassen mehr - die Berge dominieren hier. In Pemuteran ist die Armeestation, außerdem gibt es hier sehr viele Tauchstationen.

Nach etwa 4 Stunden kamen wir im Taman Sari Bali Cottages in Pemuteran an. Wir wurden freundlich empfangen, bekamen unseren Bungalow Nr. 8 mit Oceanview. Es war ein komplettes Haus für uns ganz allein. Draussen auf der Terrasse gab es einen Tisch mit 2 Stühlen und eine Sitzecke. Der Bungalow hatte ein riesiges Doppelbett mit Moskitonetz, einen Schrank, Air-Conditioning, einen Schminkplatz, sowie eine Dusche unter freiem Himmel und eine Toilette im Aussenbereich. Leider hatte der Bungalow keinen Safe. Es war alles sehr sauber. Die Anlage hatte einen kleinen Pool mit Poolbar, einen Spabereich, ein offenes Restaurant, in dem es auch das Frühstück von 7-10 Uhr gibt. Wir haben heute dort sehr lecker zu Mittag gegessen, es gab frischen Tuna-Salat, Hühnchensate mit Erdnusssauce und Reis sowie Garnelen mit Reis und Chili (Preise pro Gericht um die 30.000 IDR). Die 1-stündige Massage war laut Axel "super". Man konnte sich ein Öl aussuchen "Blume" oder "Spicy" und man wurde komplett durchgeknetet (Kostenpunkt 150.000 IDR). Die Massage ist unbedingt zu empfehlen.

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10.Tag, 21.05.2007 Wir laufen in Richtung Pemuteran und laden unsere balinesische SIM-Karte auf

Heute morgen sind wir nach dem amerikanischen Frühstück 1 Stunde entlang der Straße nach Pemuteran gelaufen. Axel hat seine Handykarte aufgeladen und danach sind wir noch in den Warung Nasi an der Straße gegangen: 2 Lemonjus, 2x Sate (1x Fisch, 1x Hühnchen) mit Reis und Gemüse kosteten hier insgesamt 40.000 IDR - es war sehr lecker!

Heute morgen gaben wir im Taman Sari unsere Wäsche der 1. Woche zum reinigen ab. Ungefähr 50 Teile kosteten ca. 11 Euro. Schon am gleichen Nachmittag kam die Wäsche fertig zurück. Ein super Service, wenn auch nicht der günstigste.

Gegen Mittag bestellten wir ein Motorrad für die nächsten 2 Tage.(2 Tage - 150.000 IDR). Am Nachmittag relaxten wir am Strand. Axel schnorchelte etwas in der Bucht von Pemuteran. Leider war die See sehr aufgewühlt, so das er nichts zu sehen bekam.

Am späten Nachmittag machten wir einen schönen Strandspaziergang und sammelten sehr schöne Muscheln. Leider fiel uns dabei auf, das die Bucht allgemein sehr dreckig war, an einer Stelle wurde sogar das Abwasser ins Meer geleitet. Ziemlich ekelig! Ansonsten lagen Scherben, Plastikmüll, etc. am Strand herum.

Lediglich in Nähe der Bungalowanlagen wurde der Strand vom Personal "gefegt". In der Bucht von Pemuteran gibt es einige Tauchstationen, unter anderem eine von einem Deutsch-Österreicher namens Werner Lau. 1 Stunde Schnuppertauchen kostet hier 50 Euro.

Im Taman Sari ist die Anlage selbst sehr gepflegt, der Pool ist leider wegen zu wenig Wasserumwälzung mit Algen befallen und könnte ein wenig mehr Pflege gebrauchen. Auch das Meer vor der Anlage wirkt nicht wirklich vertrauenserweckend - dort schwamm Müll und auch Präservative herum (Wir vermuten, das der Müll von den Fähren nach Java stammt, welche von Gilimanuk nach Java übersetzen). Positiv anzumerken ist lediglich der sehr schöne Bungalow, das sehr gut schmeckende und angerichtete Essen, sowie die Freundlichkeit des Personals im Restaurant, im Spa und an der Rezeption. Auch die Reinigung des Bungalows war sehr zufriedenstellend.

Am Abend aßen wir leckeren frischen Thunfisch (Thunfischsteaks) und 1 Hähnchencurry im Restaurant des Taman Sari. Beides wieder sehr lecker!

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11.Tag, 22.05.2007 Wir fahren mit dem "Motorbike", besuchen das Matahari Beach Resort und eine Perlenfarm

Unser 1. Tag mit einem "Motorbike". Wir fuhren ins Matahari Beach Resort und wurden sehr freundlich empfangen. Wir bestellten morgens ein Candlelightdinner am Strand. Ein netter junger Mann zeigte uns die verschiedenen Bungalows und die gesamte Anlage, welche sehr gepflegt war. Die Anlage hatte einen riesigen Pool und einen sehr ansprechenden Spa-Bereich. Die Bungalows waren mit Mahagonieparkett ausgelegt, das Badezimmer mit einer marmorähnlichen Badewanne und einer Freiluftdusche. Das Matahari Beach Resort ist wohl der Traum eines jeden der extravaganten Luxus mag. Das Resort ist unter deutscher Leitung.

Nun fuhren wir weiter in Richtung Penyabangan und besuchten die dort ansässige Pearl-Farm. Wir machten dort eine sehr interessante Führung und schauten uns die Anlage zur Perlenzucht an. Dabei werden in ein Becken männliche/weibliche Austern gesetzt, diese produzieren die Austernlarven. Die Austernlarven können nach 3 Tagen ihr erstes Futter zu sich nehmen. Das Futter besteht aus Algen und einem Mix aus verschiedenen Mineralien und Zusätzen. Wenn die Larven groß genug sind, werden sie in größere Becken umgefüllt, in denen Drahtgitter mit Seilstücken hängen. Die Larven hängen sich an diese Seile, werden bis zu 45 Tage gefüttert und dann im Meer an ein 200 m langes Seil gehangen und wachsen dort zu einer Auster heran. Während des Wachstumsprozesses werden sie ständig kontrolliert. Sind die Austern ausgewachsen, werden sie im Labor gereinigt, aufgemacht und ihnen wird eine kleine Kugel implantiert, welche von der Auster mit Perlmutt umschlossen wird. Die Perlen unterscheiden sich in Form, Farbe, Größe, Gewicht und Oberflächenbeschaffenheit (Hier wurden nur weiße, silberne und goldene Perlen gezüchtet). Es gibt weiße, schwarze, gelbe, silberne und goldene Perlen. Außerdem gibt es zum Beispiel auch Mischfarben, wie silberfarben mit pink. Die goldenen Perlen sind die wertvollsten und können leicht 5000 US$ und mehr kosten.

Danach fuhren wir wieder zurück in unser Hotel. Unterwegs hielten wir noch an einer Moschee, um ein Foto zu schießen. Dabei trafen wir auf jugendliche Balinesen, die uns zuriefen, das wir doch ein Foto von Ihnen machen sollten. So hatten wir jeder unseren Spass und wir kauften "zum Dank" eine Tüte Orangen. Handeln gehört auf Bali immer dazu - auch wir handelten natürlich.

Nachmittags genoß Katja eine balinesische Massage - diese war sehr entspannend.

Um 19 Uhr holte uns ein Fahrer des Matahari Beach Hotels ab. Katja freute sich schon sehr auf das Candle-Lightdinner am Meer, da dies ihr Geburtstagswunsch war. Der Tisch in unserem Pavillion am Strand war wunderschön gedeckt. Es gab ein 7-Gänge Menü unter anderem mit einem Thunfischcarpaccio, einer sehr leckeren Kokossuppe mit Zitronengras, Thunfisch in Tomatensugo, Hähnchenbrust in einer Orangen-Pfeffer-Sauce, einer Malibu-Cocosnuss-Creme und einen mit flüssiger Schokolade gefüllten Brownie.
Das Menü war rundherum köstlich,jedoch mit 520.000 IDR pro Person ziemlich heftig. Aber für so einen besonderen Anlass ... Insgesamt dauerte das Candlelightdinner fast 2½ Stunden. Der Fahrer brachte uns gegen halb 10 wieder zurück ins Taman Sari.
Satt und zufrieden fielen wir todmüde ins Bett!

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12.Tag, 23.05.2007 Wir machen einen Ausflug Richtung Gilimanuk nach Menjangan und Labuan Lalang

Heute fuhren wir mit dem Motorbike Richtung Menjangan und Gilimanuk. Unser 1. Stopp erfolgte am Menjangan Jungle Resort. Dort gab es einen Aussichtsturm, welcher Balitower genannt wird und einen fantastischen Blick auf Bali, Java und Menjangan erlaubt - die Rundumsicht war beeindruckend. Man konnte in diesem Gelände schnorcheln gehen, Trekkingtouren machen, Reiten und Tauchen. Verschiedene Bungalows konnten in den Mangroven angemietet werden. Der Balitower wurde aus Holz von Borneo erbaut. Die großen Stämme zuerst per Schiff, LKW und das letzte Stück pro Stamm von mehr als 200 Männern getragen, weil es sich hier um einen Teil des Nationalparks handelt und die balinesische Bevölkerung ihren Wald schützen wollte bzw. im Nationalpark keine so großen Bäume gefällt werden dürfen. http://www.menjangan.net

Danach sind wir nach Labuan Lalang gefahren. Das ist der Hafen von dem aus die Boote nach Menjangan fahren. Die Tour kostet mit eigener Ausrüstung pro Boot ohne Führer 410.000 IDR. Man kann maximal 4 Stunden auf Menjangan bleiben, der Transfer dauert eine halbe Stunde. Auf dem Weg zurück ins Taman Sari regnete es ein wenig. Wir genossen beide eine wie immer wunderbare Massage in den Abendstunden.

13.Tag, 24.05.2007 Unser dritter Ausflug mit dem Motorbike

Unser letzter Tag mit dem Motorbike. Wir wollten eigentlich in Tg.Rijasi schnorcheln gehen (auf unserer Karte als wunderbares Schnorchelgebiet ausgezeichnet), als wir jedoch im Hafen dort ankamen, sahen wir ein reines Fischerdorf und auf dem Meer selbst ließen die Fischer alle ihre Abfälle ins Wasser, einschliesslich der Fischabfälle. Also ließen wir es lieber mit schnorcheln an Ort und Stelle.

Danach fuhren wir in Richtung Singaraja und entdeckten ein Schild zu einer Weinfarm. Leider haben wir die Einfahrt nicht gefunden - so sind wir 2½ Stunden auf dem Motorrad umhergefahren, ohne unser eigentliches Ziel zu erreichen.
Unser einzigster Stopp an diesem Tag war am Tempel Pura Pabean, ein Tempel direkt am Meer mit einem ziemlich "crazy" men, der uns die kleine Anlage zeigte und auch direkt mit auf ein Erinnerungsfoto wollte. Auch hier herrschen die Monkeys in zahlreichen Rudeln. Wir haben uns stets von den Affen ferngehalten, da wir befürchteten Krankheiten wie Tollwut o.ä. zu bekommen. Als wir zu unserem Motorbike zurückkamen, saß eine Horde Affen auf dem Sitz und knabberte bzw. zerriss die Auflage des Sitzes - ganz toll!

Wir fuhren ins Taman Sari zurück und aßen Mittag. Am späten Nachmittag fuhr Axel noch einmal alleine los, weil er eine Straße in die Berge entdeckt hatte. Heute morgen erzählte ein Mann von der Tankstelle, das in den Bergen ein kleiner Tempel sein sollte. Leider haben wir ihn morgens nicht gefunden. Wider Erwarten fand ihn Axel heute nachmittag dann doch noch -Pura Taman- ein sehr kleiner Tempel, welcher sich noch im Bau befindet.

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14.Tag, 25.05.2007 Wir fahren nach Menjangan zum schnorcheln

Heute führte uns unsere Tour auf die zum nördlichen Teil des Bali-Barat-Nationalpark gehörende Insel Menjangan. Der Transfer zum Hafen dauerte von Pemuteran ca. 30 Minuten. Die Insel Menjangan hat ein vorgelagertes Korallenriff. Mit dem Boot hat man in ca. 30 Minuten übergesetzt. Für 2 Personen ohne Guide, eigener Ausrüstung und ohne Verpflegung kostet der Transfer 410.000 IDR. Wir hatten das Glück das ein Holländer aus unserer Bungalowanlage am selben Tag auf die Insel zum schnorcheln wollte. So teilten wir den Preis durch 3.

Die Unterwasserwelt auf Menjangan ist wirklich beeindruckend, jede Menge Schwämme, Seepflanzen, Korallen und bunte Fische gibt es zu sehen. Auf jeden Fall also einen Besuch wert. Auf der Insel selbst gibt es sonst nicht viel zu sehen. Zu unserem Erstaunen traute sich ein großer Hirsch bis ins Wasser wo die Boote anlegten. Ich fragte einen Balinesen, ob der Hirsch krank sei, er verneinte dies und sagte, das er Hunger hätte und genau die Zeit wüsste, wann die Touristen mit ihren Lunchboxen auf die Insel kommen. So frisst er dann die Reste.

Leider war der Strandbereich auch dort wieder mit viel Müll zugekippt. Einige Tellerkorallen waren bereits durch Taucher oder Schnorchler abgebrochen. Leider ging es Axel nach dem Schnorchelgang nicht so gut, er musste sich übergeben, so das er den Ruf als "the men, who feed the fishes" weghatte. Wir denken,das es die Fried Noodles vom Frühstück waren. Auf der Rückfahrt mit dem Boot erzählte der Guide, das hier durchaus manchmal Delphine zu sehen sind und auch schon Wale gesichtet wurden.

Im übrigen wurde uns von dem Holländer, der die Delphin-Tour in Lovina mit seiner Frau mitgemacht hatte erzählt, das sobald ein Delphin gesichtet wird, alle Boote sofort in diese Richtung steuern und den Delphin regelrecht umzingeln. Ob das im Sinne des Naturschutzes ist, sei dahingestellt... Aus diesem Grunde haben wir die Delphintour nicht mitgemacht. Zudem erzählte der Holländer, das es bei den Wendemanövern sogar schon dazu gekommen ist,das ein Boot inclusive Passagiere umgekippt ist-welch ein Alptraum!

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15.Tag, 26.05.2007 Busfahrt nach Singaraja

Heute sind wir mit dem Bemu's (das sind die lokalen Busse auf Bali) von Pemuteran nach Singaraja gefahren und waren ca. 1½ Stunden unterwegs. Der Bemu ist ein kleiner Bus für die Bevölkerung - er ist nicht klimatisiert. Wir haben pro Person 20.000 IDR bezahlt. Der Bemu eignet sich gut um die Menschen Balis kennenzulernen. Der Bemu hält an, wenn man kurz die Hand hebt, bezahlt wird erst am Schluss. Ansonsten hupt der Busfahrer auch jeden an und nimmt ihn mit, sofern der Bus noch nicht voll ist. Generell gilt auf der Straße im Westen, das ca. alle 15 Minuten 1 Bus kommt, diese sind rot oder weiss.

Auf unserer Hinfahrt saß eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn im Bus, welche wir in einem Laden in Singaraja wiedertrafen und sie sich sichtlich freute.

Singaraja selbst hat um den Markt herum nichts weiter Sehenswertes, der Markt an sich bietet Korbwaren, Obst und Gemüse und Schirme jeder Größe für die Tempel. Um den Markt herum gibt es kleine Geschäfte aller Art z.B. Möbel, Elektronik, Haushaltwarenartikel usw. Wir wollten auf dem Markt 2 große Schirme kaufen. Die 1. Frau fing bei 400.000 IDR an. Das ist definitiv zu viel, am Schluss waren wir bei 200.000 IDR. Da wir aber von unserem Fahrer Ketut wußten, das ein großer Schirm nicht mehr als 50.000 Rupiah kosten darf, sind wir einfach weitergegangen. Ein paar Meter weiter gab es die gleichen Schirme, die Frau dort bekam von uns 140.000 IDR für beide Schirme zusammen. Auch das ist eigentlich noch zuviel, aber wir hatte ein paar besonders schöne Exemplare, einen in schwarz und einen in gelb. Jede Farbe steht für einen anderen Gott.

Auf der Rückfahrt aßen wir noch im Warung Nasi in Pemuteran und um 20 Uhr gaben Schüler, der hier ansässigen Schule eine Tanzaufführung. Unter anderem zeigten sie den Warior-Tanz und den "Bird in Paradise-Tanz".

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16. Tag, 27.05.2007 - Wir fahren heute weiter von Pemuteran nach Pekutatan, in den Westen von Bali

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