Blaufotograph und Seechelle,Bali 2007 - Pekutatan

16.Tag, 27.05.2007 Heute fahren wir in den Südwesten von Bali, nach Pekutatan ins Puri Dajuma

Abreise gegen 9 Uhr im Taman Sari. Wir wurden 1 einhalb Stunden von Pemuteran nach Pekutatan in die Puri Dajuma Cottages gefahren. Der Empfang war herzlich mit einem kühlen Handtuch und einem Wassermelonenjuice. Unser Gepäck wurde in unseren Bungalow Nr. 5a gebracht. Dieser hatte eine sehr schöne Terrasse rund um den Bungalow. Die Anlage liegt am schwarzen Medewi Strand, hat einen sehr gepflegten Garten mit Pool und Poolbar, 1 Restaurant, 1 Spabereich, 1 Shop. Der Bungalow hatte zu 2 Seiten Blick aufs Meer. Er war ausgestattet mit einem Doppelbett mit Moskitonetz, Klimaanlage, Kühlschrank, einer Rattansitzgarnitur, eine Schminkecke mit Spiegel, 1 Bad mit Wanne und Freiluftdusche und dem Schrank für die Anziehsachen im Bad. Das Zimmer war gemütlich eingerichtet mit Bildern, Pflanzen und Balkonmöbeln im Außenbereich. Leider wies schon am 1. Abend die Stromversorgung ihre Tücken auf, öfters saßen wir mal im Dunkeln.

Unser 1. Abendessen im Restaurant hat Axel nicht wirklich vom Hocker gerissen, sein Tintenfisch gefüllt mit Garnelen und Reis schmeckte zwar gut, aber war nichts, was jetzt besonders geschmacklich hervorzuheben war. Mein Snapper mit Reis und Gemüse schmeckte aber sehr gut. Die Speisekarte war sehr abwechslungsreich, für jeden ist etwas dabei.

Am Nachmittag haben wir noch einen Spaziergang entlang des schwarzen Strandes gemacht - dort gab es viele schöne Muscheln. Leider fanden wir auf den Steinen direkt vorm Hotel am Strand mal wieder eine Spritze, was uns nicht dazu ermutigte in den nächsten Tagen mal ins offene Meer zu gehen. Am Abend gehen viele Jugendliche am Hotelstrand vorbei, man sitzt praktisch am Abend im Restaurant wie auf einem Präsentierteller und wird beguckt (Wer's mag...).

17.Tag, 28.05.2007 Wir haben uns auch im Puri Dajuma ein Motorrad gemietet und fahren zum Bunut Bolong

Heute haben wir uns im Puri Dajuma ein Motorrad geliehen und sind von Pekutatan eine schmale Straße Richtung Norden gefahren. Die Straße führt durch Regenwälder, Kaffee und Nelkenplantagen. Sie gehört zu den landschaftlich schönsten Fahrtstrecken auf Bali. Danach fuhren wir durch das Dorf Asahduren und Manggisari, wo es noch sehr ruhig zugeht und Touristen sehr selten gesehen werden. An einer Stelle führt die Straße direkt durch einen Bunut-Baum, der mit seinen Luftwurzeln an einen Banyanbaum erinnert. Die Einheimischen kennen den Baum unter dem Namen Bunut Bolong. Bolong bedeutet auf balinesisch soviel wie Loch.

Danach sind wir auf der Hauptstraße Richtung Gilimanuk zum Medewi Strand gefahren, wo viele Surfer ihr Können unter Beweis stellen. Axel nutzte die Gelegenheit um ein paar schöne Fotos von den Surfern und ihren Kunststücken zu schießen.
Direkt an der Einfahrt links ist eine kleine Herberge für Surfer - hier kann man sehr gut indonesisch essen.

Unser Nachmittag verlief ruhig am Pool des Puri Dajuma.

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18.Tag, 29.05.2007 Tempel Pura Rambut Siwi, wir werden "Patsche-Naß"

Heute sind wir zum Tempel Rambut Siwi in der Nähe des Medewi Strandes gefahren. Im Reiseführer wurde der Tempel als "bescheiden" beschrieben, was wir vorfanden war jedoch das Gegenteil, ein wirklich sehenswerter Tempel aus mehreren Teilen bestehend - besonders schön war der Tempel direkt am Meer mit 2 wachenden Löwen und der Tempelteil mit Blick über den ganzen Strand direkt oberhalb des Parkplatzes. Der Tempelwächter war sehr nett und zeigte uns die gesamte Anlage. Sarong zu tragen ist hier Pflicht. Der Eintritt für 2 Personen beträgt 50.000 IDR. Der Tempel Pura Rambut Siwi ist ein von Priester Nirartha im 16. Jahrhundert gegründetes Heiligtum. Der Sage nach kehrte Nirartha einst auf seinen Wanderungen im Dorf Yeh Embang ein und beendete durch seine Wunderkräfte eine Seuche. Als Erinnerung hinterließ er ein Haar, das heute als Reliquie im Tempel verehrt wird, daher auch der Name des Tempels. - Verehrung des Haares = Rambut -

Danach fuhren wir weiter nach Perancak und wollten uns dort eigentlich die Schildkrötenfarm im Hafen anschauen. Aber auch diese fanden wir wieder einmal nicht - kein Schild, kein Hinweis und keiner wußte Bescheid oder sprach wenigstens ein paar Wörter englisch. Jedoch war die Fahrt durch die Reisfelder und das Dorf sehr schön. Auf dem Rückweg goß es aus Kübeln, so das wir plitschnass im Bungalow ankamen. Alle Wege und auch die in der Bungalowanlage schienen förmlich wegzuschwimmen, solche Wassermassen kamen herunter. Den ganzen Nachmittag regnete es immer wieder.

Am Abend aßen wir Puri Dajuma eine indonesische Reistafel mit Fried Noodles, Chicken Satay, Chicken in einer würzigen Sauce mit Paprika und Zwiebeln und Gado-Gado Salat, sowie Cracker. Alles war sehr lecker - dazu gab`s den balinesischen Hatten-Wein-rose.

19.Tag, 30.05.2007 unsere (Irr)fahrt zum Sweet-Orange-Waterfall in Juwuk Manis

Unser Weg führte uns heute zum Sweet-Orange-Waterfall - mit dem Motorrad nach Juwuk Manis, 3,5 Kilometer von der Hauptstraße von Pekutatan Richtung Denpasar links abgehend. Die Straße ist sehr schmal und sehr bergig, mit dem Motorrad kaum zu schaffen. Die Auffahrt dauert ca. 1 Stunde. Der Weg führt vorbei an Kaffeesträuchern und Bananenplantagen, Nelken- und Kakaobäumen. Die Gegend um Juwuk Manis wird vorrangig landwirtschaftlich genutzt.

Axel hat eine Trekkingtour zum Sweet-Orange-Waterfall gemacht. Ein Junge aus Juwuk Manis hat ihn geführt. Er war fast 1,5 Stunden unterwegs. Da es am Vortag heftig geregnet hatte, war der Weg durch den Wald entsprechend rutschig. Eine mühsame Angelegenheit, ein Fußmarsch von ca. 1 km, steil bergab an einem rutschigen und schlammigen Berghang. Der Wasserfall bestand aus 2 Strömen - beeindruckend war das Tosen und Rauschen, welches vom Wasserfall ausging. Völlig erschöpft und verschlammt kam Axel von seinem Abenteuertrip zurück. Die Familie des Jungen, der Axel begleitete, lud uns für den nächsten Tag zur Dorfzeremonie ein ( es ist Vollmond ). Wenn es nicht regnet wollen wir den Weg noch einmal auf uns nehmen.
Wenn Vollmond ist werden auf ganz Bali Zeremonien abgehalten.

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Beschreibung des Weges nach Juwuk Manis zum Sweet-Orange-Waterfall:

Ausgehend vom Puri Dajuma bis zur Hauptstraße vorfahren (es gibt hier 2 Wege). Ich gehe davon aus, das der Ausgangspunkt die Kreuzung im Ort Pekutatan ist. Hier sind auch gleich eine Menge kleiner Läden und ein Drogerieshop zu finden. Von hier aus geht es für ca. 5 Km die Hauptstaße Richtung Denpasar entlang. Vorbei an einer Tankstelle auf der rechten Seite weiter durch mehrere scharfe Kurven. Zuletzt (ca. 4,5 km) kommt noch einmal eine ansteigende doppelte S-Kurve. Gleich danach kommt auf der linken Seite ein sehr großer Baum, welcher von einem Bretterzaun eingefasst ist. Hier vor dem Baum geht direkt eine ca. 3 m breite Straße hinauf in die Berge. Diese kleine Straße führt uns nunmehr durch eine grüne Landschaft mit Palmen und Sträuchern. Je höher man hier in die Berge kommt, desto grüner wird alles. Man fährt durch mehrere Dörfer hindurch. Links und rechts der Straße stehen Nelkenbäume, Kaffeesträucher und Bananenstauden. Nach ca. 2-3 km geht es weiter hinauf in die Berge. Man kommt wieder vorbei an einem kleinen Dorf und nach einem sehr steilen Anstieg an einem Tempel vorbei. In einer Ortschaft teilt sich die Straße nach links und rechts. Wir nehmen die linke Abzweigung! Jetzt sind es noch ca. 1-2 km und wir gelangen in das Dorf Desa Adat Juwuk Manis. Ungefähr in der Mitte des Dorfes befindet sich ein Tempel.

Achtung: Etwas weiter gibt es eine Schule - hier ist man schon zu weit gefahren!

Am besten ist es unterwegs einen kleinen Zettel parat zu haben und öfters mal nach "Air Terjun Juwuk Manis"- "Sweet orange Waterfall" zu fragen. Im Dorf selbst findet sich dann jemand, der einen den steile Berghang hinab zum Wasserfall führen kann. Axel führte ein Jugendlicher von ca. 12-14 Jahren. Er hiess "I Komang Yudi Astana". Er machte seine "Sache" sehr gut und führte mich in Begleitung von 2 weiteren Kindern zu dem Wasserfall. So fanden wir auch ein wenig Anschluss an die Familie, weil Katja den steilen Hang nicht mit hinunter konnte. Vorher fragten wir noch kurz nach dem Preis für die Führung - 25.000 IDR- ich gab ihm dann 30.000 IDR. Die Wanderung incl. kurzem Aufenthalt am Wasserfall dauerte ca. 1,5 Stunden. Danach war ich erst einmal total fertig!

Hier könnt Ihr Euch ein Video vom Wasserfall anschauen:
Sweet Orange Waterfall

Anmerkung bezüglich des Verhaltens des Hotelpersonals des Puri Dajuma auf unsere Frage zum "Air Terjun Juwuk Manis"-"Sweet Orange Waterfall":

Da der Wasserfall in keinem Reiseführer erwähnt wird, sind wir nur darauf aufmerksam geworden, weil an der Rezeption des Hotels eine Karte hing und der Wasserfall dort eingezeichnet war. Auf unsere Frage, wie man wohl dahin kommen könnte, wurden uns erst einmal 2 verschiedene Wege genannt. Ich bin stutzig geworden und erkundigte mich genauer. Das Hotelpersonal und ich standen vor der Karte - ich hatte meine Balikarte auch mitgebracht - und wir fachsimpelten über den Weg. Der Angestellte von der Rezeption gab sich auch alle Mühe um zu einem Ergebnis zu kommen. Es war nicht einfach! Er wies mich dann auch mehrfach darauf hin, das hier im Hotel eine Tour zum Wasserfall angeboten wird. Ich meinte zu ihm, das wir lieber selbst mit dem Motorrad, welches wir im Hotel gemietet hatten, hinfahren wollten. Als der Hotelangestellte merkte, das er uns die Tour wohl doch nicht verkaufen kann, versagte er mir auf einmal die Unterstützung den Weg zum Wasserfall zu finden. So beließ ich es erst einmal dabei und machte einen Trick. Am nächsten Morgen ging ich zur Rezeptionistin und bat sie, mir den Namen des Wasserfalls und die Frage nach einem Guide auf balinesisch auf einen Zettel zu schreiben. Mit diesem Zettel fuhren wir nun "wild" durch die Gegend und fanden den Wasserfall.

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Verhalten des (der?) Hotel(s) bezüglich den Dorfbewohnern in Juwuk Manis

Wie sich in einem Gespräch mit der Mutter des Jungen herausstellte, nutzt das Puri Dajuma die Familie insoweit aus, als das sie die Tour zum Wasserfall den Leuten im Hotel teuer verkauft, die Touristen nach Juwuk Manis fährt und dem Jungen (Guide) noch nicht einmal einen angemessenen Teil des Preises abtritt. Was der Junge dann letztendlich bekommt, hängt vom Touristen ab, meist ist es wahrscheinlich nichts, denn die Tour ist ja schon im Hotel bezahlt. Das Hotel will nicht mit der Familie kooperieren. Aus diesem Grunde möchten wir persönlich davon abraten, die Tour im Hotel zu buchen, sondern empfehlen allen Interessierten direkt in das Dorf zu fahren und sich dort von einem Guide führen zu lassen und somit der dort ansässigen Bevölkerung ein zusätzliches kleines Einkommen zu ermöglichen.

Für Fragen stehen wir gern zur Verfügung und versuchen sie zu beantworten, soweit wir können.

20.Tag, 31.05.2007 ich fahre noch einmal in das Dorf, nach Juwuk Manis

Gestern besorgten wir für den kleinen Jungen der Familie ein paar Bleistifte, Radiergummis und Papier. Das alles wollte ich heute der Familie vorbeibringen und an der Zeremonie teilnehmen. So fuhr ich noch einmal alleine in das Dorf und brachte mein kleines Geschenk mit. Der kleine Junge freute sich sehr. So kam ich mit der Familie noch einmal ins Gespräch und blieb doch länger als ich eigentlich geplant hatte. Die Zeremonie fand nicht so statt, wie eigentlich geplant, das es um 13 Uhr stark zu regnen anfing. So nutzte ich die Gelegenheit, die Familie etwas besser kennen zu lernen und machte auch einige Fotos von ihnen. Zum Glück hörte der Regen gegen 14 Uhr kurz auf und so nutzte ich die Gelegenheit um halbwegs trocken ins Hotel zurückzukommen. Leider war die Zeit viel zu kurz um noch länger bleiben zu können.

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21.Tag, 01.06.2007 Relaxtag und unser Eindruck vom Puri Dajuma

Die Anlage ist sehr gepflegt und ordentlich.Das Personal ist zuvorkommend und freundlich.

Besonders im Restaurantbereich wird gerne mal weggehört, d.h. Bestellungen besonderer Art z.B. 3 Toast statt 2, oder 1 große Fruchtplatte statt 2 kleine wurden ignoriert.

Bei Ausflügen wurde nur soweit bei der Wegbeschreibung geholfen,bis die Angestellten an der Rezeption merkten,das man den Ausflug nicht übers Hotel buchen wollte. (Siehe dazu der Abschnitt Anmerkung zum Verhalten des Personals im Puri Dajuma

Kleidung, die in die Reinigung gegeben wurde, kam nicht sauber zurück und musste ein 2. Mal gewaschen werden.

Der Bitte das Zimmer abends gegen Mücken zu sprayen, wurde nicht nachgekommen.

Es existiert zwar eine Poolbar, jedoch ist diese nie besetzt - Bestellungen müssen im Restaurant abgegeben werden.

Als wir den Fernseher im TV-Room nutzen wollten, funktionierte dieser nicht. Das kann natürlich mal passieren, zumal es im TV-Room auf Grund der klimatischen Bedingungen ziemlich feucht war.

Auf die Bitte uns eine CD mit typisch balinesischer Musik zu besorgen wurde nur mit "Ja,Ja" geantwortet, es kam aber nie wieder das Gespräch darauf zurück.

Die Speisen im Restaurant sind unserer Meinung nach zu sehr dem europäischen Geschmack angepasst, die "Roasted Duck", war eine gekochte Ente, keine geröstete.

Das sind nun jetzt keine gravierenden Mängel, es ist uns lediglich aufgefallen, das der Service durchaus noch Verbesserungspotential hat.

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22.Tag, 02.06.2007 - Wir fahren weiter von Pekutatan nach Ubud, in die "Mitte" von Bali und machen einen Abstecher zu dem berühmten Meerestempel "Pura Tannah Lot"

über den Link, oder übers Menü gehts weiter nach Pura Tannah Lot, Ubud und das Bagus Jati